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Nachfolgend geben wir eine Übersicht über die lange und bewegte Geschichte des Sängerquartetts:
(Stand: 08-2020)

Die Vorgeschichte

Zunächst ist zu erwähnen, dass bereits vor dem "Sängerquartett 1925" andere Gesangvereine in Mittershausen-Scheuerberg existiert haben, sich aber nicht über längere Zeit halten konnten.

Der erste Verein wurde als Männergesangverein im Jahr 1894 gegründet. Ihm gehörten Sänger aus Mittershausen und Scheuerberg an. Vorsitzender war Bürgermeister Rauch, als Dirigent fungierte der Lehrer Barth, der auch ein begeisterter Musiker war. Der Verein hatte sich im Jahr 1896 eine eigene Satzung gegeben, die Bürgermeister Rauch durch das "Großherzogliche Kreisamt Heppenheim" genehmigen ließ.

Die handschriftlichen Einträge lauten etwa wie folgt: "Angeschlossen überreichen wir hohen Befriedens Gründung eines Gesangvereins dahier (Eintracht) angeschlossenen Statuten zur gefälligen Genehmigung. Wir finden hierbei nichts zu beanstanden und befürworten folgendes Vorhaben....Rauch". Antwort des Kreises: "...Wir finden die von dem Gesangverein Eintracht vorgelegten Statuten nicht zu beanstanden...".

Der Verein, der u.a. bei der Einweihung des Friedhofes im Jahr 1897 mitwirkte, wurde nach Differenzen zwischen Dirigenten und Vorsitzendem - Lehrer Barth wollte die Tochter von Vorsitzendem Rauch heiraten, was ihm nicht erlaubt wurde - bereits wieder im Jahr 1898 aufgelöst.

Der zweite Verein wurde kurz nach dem Ersten Weltkrieg gegründet; die erste Satzung datiert vom 5. Dezember 1920. Es war diesmal ein gemischter Chor mit Sängern und Sängerinnen aus beiden Ortsteilen, der von Lehrer Schlierbach dirigiert wurde. Doch schon nach wenigen Jahren kam das Vereinsleben zum Erliegen.


Zeitraum von der Gründung bis zum Zweiten Weltkrieg

Am 15. Februar 1925 fanden sich 14 junge Sänger aus Mittershausen zusammen und gründeten den neuen Verein, das "Sängerquartett 1925". Zum Vorsitzenden wurde der bereits vor Vereinsgründung als Dirigent tätige Johann Georg Pfeifer bestimmt.

Dem Verein konnten zunächst nur Sänger aus dem Ortsteil Mittershausen beitreten, dementsprechend erhielt der Verein bei der Gründung den Namen

"Männergesangverein Sängerquartett Mittershausen".

Nachfolgend ist die Originalschrift der Gründungsversammlung wiedergegeben; es wurden in der Folgezeit Namen in der Liste ergänzt bzw. gestrichen.

Der Verein entwickelte sich zunächst nicht sehr erfolgreich, da sich u.a. durch Wegheirat die Sängerzahl zunehmend verringerte; bei der Weihnachtsfeier 1929 waren es gerade noch neun Sänger. So beschloss man, um den Fortbestand des Vereins zu sichern, bei der Jahreshauptversammlung 1930, dass entgegen vorheriger Festlegung auch Sänger aus dem Ortsteil Scheuerberg aufgenommen werden können. Nachdem dann vier jugendliche Sänger aus Scheuerberg in den Verein eingetreten waren, ging es wieder aufwärts.

Bereits im Jahr 1931 wurde ein Vereinsbanner angeschafft, das im Rahmen eines größeren Festes feierlich seiner Bestimmung übergeben wurde.

Es folgten Jahre aktiven Vereinslebens, das zwischendurch, wie allzu oft in der Vergangenheit geschehen, durch Unstimmigkeiten zwischen den Generationen gehemmt wurde.

Dennoch gab es viele Aktivitäten. Es wurden im Laufe der Jahre zahlreiche Sängerfeste in der näheren und weiteren Umgebung besucht, auch nahm das Sängerquartett an Wertungssingen teil. Es war seinerzeit üblich, dass die Sänger sich zu Fuß auf den Weg machten, einige Male benutzten sie sogar einen LKW als Transportmittel. Zu den Höhepunkten des Vereinsjahres gehörte schon damals die alljährliche Weihnachtsfeier, die mit großartigen und bei der Bevölkerung beliebten Theaterabenden verbunden wurde. Oftmals war das einer der wenigen Abwechslungen vom harten Alltag, der durch wirtschaftliche Krisen bestimmt war. In der Vereinschronik ist festgehalten, dass die Sänger beschlossen, bei der Weihnachtsfeier im Jahr 1932 wegen der damals herrschenden großen Not auf die traditionelle Christbaumversteigerung zu verzichten.

Die Sänger begnügten sich auch in dieser Zeit, die durch Not und Rezession gekennzeichnet war, nicht mit dem Singen und Theaterspielen allein, sondern es wurde auch musiziert. So existierte in den dreißiger Jahren zeitweise eine Musikkapelle innerhalb des Vereins, die von Johann Georg Pfeifer dirigiert wurde.

In der politisch unruhigen Zeit, die im Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gipfelte, kam das Vereinsleben völlig zum Erliegen. Die letzte Eintragung in den noch vorhandenen Vereinsunterlagen datiert aus dem Jahr 1938.


Zeitraum 1948 bis 1975

Doch nicht lange nach dem Ende des Krieges wurde der Verein wiederbelebt. Am 13. November 1948 fand die Neugründung statt; die Original-Versammlungsniederschrift sowie die neugefasste Satzung ("Vereinsstatuten") sind nachfolgend vollständig abgedruckt.Zum Vorsitzenden wurde der heutige Ehrenvorsitzende Karl Lehmann gewählt; Dirigent war weiterhin , wie seit Vereinsgründung, Georg Pfeifer; er gab den Dirigentenstab nach 27-jähriger Tätigkeit im Jahr 1952 - aus gesundheitlichen Gründen und schweren Herzens - an Lehrer Hans Kecker, unseren heutigen Ehrendirigenten, weiter.Der Verein musste erst wieder "aufgebaut" werden, denn der 2. Weltkrieg hat auch Opfer unter den Sängern gefordert. Allein sieben aktive Sänger kehrten nicht mehr in die Heimat zurück. Im Jahre 1950 wurde dann das 25-jährige Bestehen des Vereins feierlich begangen. In den Vereinschroniken ist vermerkt, dass siebzehn befreundete Vereine zu Gast waren und die Feier mitgestalteten.

Das abwechslungsreiche Vereinsleben ging weiter mit Tiefen und Höhen . In 1953 konnten kurzfristig sogar 31 aktive Sänger notiert werden. In diesem Jahr veranstaltete das Sängerquartett den ersten Liederabend, zu dem die "Sängerfreude Linnenbach" und der "Sängerkreis" der KSG Wald-Erlenbach eingeladen wurden. Und es wurde wieder Theater gespielt. Der absolute Höhepunkt war "Der Schinderhannes", die größte, gelungene Aufführung nach dem Krieg.

Überhaupt war das Theaterspielen eine Passion der Sänger. Die Vereinschroniken verraten so einiges: Im Jahr 1926 - also ein Jahr nach Vereinsgründung - wurde "Das Jubiläum" aufgeführt, im Dezember gleichen Jahres "Die Ehefrau wider Willen". Im März 1927 wurden, wie öfters zu dieser Zeit, gleich drei Stücke aufgeführt: "Ein frohes Ereignis", "Die Braut des Wilderers" und "Tortelheim wird Kurbad". Auch in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Stücke zur Darbietung wie "Die Spanische Fliege" und "Rudi im Nachtjäckchen" (1948); "Weihnachten im Hochwald" und "Der Grünspan" (1949); "Das Grab auf der Heide" und "Er lässt nicht locker" (1950). In neuester Zeit werden nach wie vor Theaterstücke im rustikalen Saal des Gasthauses Gehron aufgeführt, allerdings jetzt von der Trachtengruppe Mittershausen-Scheuerberg.Karl Lehmann gab im Jahr 1953 den Vorsitz ab, den Wilhelm Vetter zunächst kommissarisch, Anfang 1954 dann durch Wahl übernahm. Ab 1958 führte Nikolaus Schmitt den Verein, bis er die Führung im Jahr 1972 an Hans Grieser weitergab.


Zeitraum 1975 bis 1989

Im Jahr 1975 feierte der Verein mit einem großartigen Fest das 50-jährige Bestehen. Das Fest ging vom 23. bis 25. Mai. Es nahmen 31 Gastvereine an Festzug und Freundschaftssingen im großen Festzelt teil. Attraktion waren die Auftritte und Darbietungen einer 32-Mann-Kapelle aus Weitental, Südtirol, einer Tanzgruppe aus Südtirol und einer Ballettgruppe aus Groß Gerau. Zu den Höhepunkten zählte auch die feierliche Einweihung und Übergabe des neuen, zweiten Vereinsbanners.

Die darauffolgenden Jahre waren von einem konstanten Vereinsgeschehen geprägt; d.h. es gab keine besonderen Höhepunkte oder Rückschläge. Es entwickelte sich ein Jahresablauf mit wiederkehrenden Terminen: Fastnachtsveranstaltung, 1. Mai-Feier, als Höhepunkt des Vereinsjahres der traditionelle eigene Liederabend, Singen am Friedhof, Weihnachtsfeier sowie Teilnahme an Veranstaltungen anderer Vereine. Zu den Aktivitäten gehörten aber auch zahlreiche Vereinsausflüge für die Vereinsmitglieder und die Dorfbevölkerung, die zu beliebten Veranstaltungen mit reger Beteiligung wurden.

Im Jahr 1978 übernahm Wolfgang Herrmann, Vollblutmusiker und Pianist, von Hans Kecker, der aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste, die Chorleitung. Es wurde, wie bei seinen Vorgängern, eine langjährige und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Sängerquartett.

Das Sängerquartett verstand es immer zu feiern. So nahmen die Sänger im Jahre 1985 das 60jährige Vereinsbestehen zum Anlass, ein Sängerfest zu veranstalten. Es sollte, da kein "rundes" Jubiläum anstand, kein aufwendiges Fest werden, zumal sich auch die Zahl der aktiven Sänger zu diesem Zeitpunkt vorübergehend auf siebzehn reduziert hatte. Dennoch lud das Sängerquartett an drei Tagen zu einem Freundschaftssingen mit Rahmenprogramm. Es nahmen insgesamt 22 Gesangvereine daran teil. Die Veranstaltung, bei der, wie schon so oft in Mittershausen, abwechslungsreiche und auch anspruchsvolle Chormusik geboten wurde, war ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte, der dem Vereinsgeschehen wieder neuen Schwung verleihen sollte.Im Januar 1986 übernahm Karl Leitner den Vereinsvorsitz. Im gleichen Jahr unternahm das Sängerquartett einen erlebnisreichen, mehrtägigen Ausflug nach Weitental, Südtirol, der Heimat von K. Leitner. Die dortige Musikkapelle feierte 25jähriges Vereinsjubiläum. Beide Vereine kannten sich bereits durch den Besuch der Weitentaler in Mittershausen anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Sängerquartetts sowie aufgrund vieler privater Kontakte. Die Reise, an der 60 Personen teilnahmen (die Sänger hatten allen Einwohnern des Ortsteils die Teilnahme angeboten), wurde für alle Teilnehmer zum unvergesslichen Ereignis.

Zwei Jahre später, 1988, konnten sich die Sänger endlich einen langgehegten Wunsch erfüllen: Mit großem Einsatz und liebevoller Kleinarbeit hatten sie den bis dahin als Kohlekeller verwendeten Raum im Untergeschoss der ehemaligen Schule am Auwiesenberg in einen schmucken Clubraum verwandelt. Nun hatten die Sänger zum ersten mal seit Vereinsgründung ein eigenes Zuhause. Es sollte aber an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass der Verein über die langen Jahre des Bestehens hinweg uneingeschränkt auf die Unterstützung des Wirtes vom Gasthaus Höfle setzen konnten, der den Übungsraum, wann immer es möglich war, zur Verfügung gestellt hatte.

Ein weiteres bemerkenswertes Ereignis im Jahr 1988 ist zu erwähnen: In einem feierlichen Rahmen erhielten am 28. September die langjährigen Vereinsmitglieder Hans Grieser, Ernst Schmitt, Nikolaus Schmitt und Hans Kecker (Ehrendirigent) im Beisein von Bürgermeister Obermayr aus der Hand von Landrat Dr. Kaßmann den Landesehrenbrief, die höchste Auszeichnung, die vom Land Hessen vergeben wird.Der Vorstand setzte sich, obwohl mehrere junge Sänger unter den Aktiven waren, die Jugendarbeit als vorrangiges Ziel. Unter dieser Prämisse wurde Anfang 1989 die Akkordeongruppe gegründet, die sich schnell mit guten Leistungen und Spaß am Musizieren etablierte. Dirigiert wurde die Akkordeongruppe von Reiner Bauer aus Schlierbach.


650-Jahr-Feier Mittershausen-Scheuerberg

Ein weiteres Großereignis stand dann im Sept. 1989 an: Die 650-Jahr-Feier von Mittershausen-Scheuerberg. Das Sängerquartett beteiligte sich gekonnt an den Feierlichkeiten durch Auftritte beim Festgottesdienst, beim Festkommers, beim "Odenwälder Abend" im Hof des Gasthauses "Zur Linde" und tatkräftig mit einem Festwagen am großen historischen Festzug. Hier zeigte sich, dass das Dorfleben in Mittershausen-Scheuerberg noch "intakt" ist. Alle Vereine, aber auch Privatpersonen unterstützten die Initiatoren und Organisatoren und nur so konnte der große Erfolg gewährleistet werden. Es wurde aber auch deutlich, dass das Sängerquartett als kulturtreibender Verein nicht mehr wegzudenken ist.Die Presse notierte im Rahmen der Berichterstattung der 650-Jahr-Feier über das Sängerquartett zutreffend Zeilen wie etwa die folgenden:

Kleine Gruppe mit großem Volumen

Die Freundschaft ist das Wichtigste

Fröhliche Sängerrunde

Bei den Sängern geht es nicht so pingelich zu.

Dem ist nichts hinzuzufügen.


Zeitraum 1989 bis 2000

1995 hatte der Verein über 32 aktive Sänger (darunter alle Jugendlichen der Akkordeongruppe) und 91 passive Mitglieder. Die Jugendförderung, die von Vorsitzendem Karl Leitner intensiviert wurde, hat sich voll ausgezahlt. Sicherlich hat zu dieser Entwicklung auch der Umstand beigetragen, dass der Chor seit Oktober 1994 von einer neuen Dirigentin, Frau Claudia Nauth, geleitet wird. Die Entwicklung der Mitgliederzahlen veranschaulicht untenstehendes Diagramm sehr deutlich.Das  musikalische Repertoire des Sängerquartetts war seit jeher sehr umfangreich, mit Schwerpunkt im volkstümlichen Chorgesang. Dirigentin Claudia Nauth hat sich vorgenommen, auch moderneres und eventuell unkonventionelles einzuüben, um etwas neuen Schwung in den Chor zu bringen und, ganz im Sinne der Vereinsführung, die Jugend anzusprechen.Neben dem reinen Singen hat sich das Sängerquartett in den letzten Jahren verstärkt darum bemüht, auch geografisch über den Tellerrand zu schauen. So haben wir zahlreiche Fahrten und Ausflüge, auch ins Ausland, veranstaltet, zu denen wir auch die Dorfbevölkerung eingeladen haben. Hier sind insbesondere zu nennen:Tagesfahrten nach

  • Trier
  • Marburg
  • Hohenzollenburg
  • Schmucker Brauerei

Mehrtagesreisen:

  • Eifel, Belgien, Luxemburg,
  • Thüringer Wald, Weimar, Erfurt, ehem. Konzentrationslager Buchenwald, Wartburg
  • Hamburg, Nordseeküste
  • mehrmals Weitental/Südtirol, Pfunderer Tal, Gardasee, verbunden mit Bergtouren
  • Riesengebirge, mit bewegenden Momenten in den ehemaligen Heimatdörfern der Vertriebenen, die in Mittershausen ein neues Zuhause gefunden haben.

75 jähriges Vereinsjubiläum

Aus Anlass des 75 jährigen Bestehens feierte das Sängerquartett vom 16. Bis 18. Juni 2000 ein großes Fest am Sportplatz in Mittershausen.Freitags war Programm für die Jugend angesagt: HR3 Disco Party, so etwas hatte es im beschaulichen Mittershausen noch nicht gegeben. Die Jugend und die älteren Generationen waren gleichermaßen begeistert. Samstags folgte der große Festkommers, musikalisch begleitet von der Musikkapelle Weitental, die über die gesamten Festtage bei uns verweilte. An diesem Abend erhielt unser langjähriger Vorsitzende Karl Leitner in Anwesenheit zahlreicher Prominenz aus der Hand des 1. Kreisbeigeordneten, Herrn Egon Straub, den Ehrenbrief des Landes Hessen. Es schloss sich ein Freundschaftssingen mit vielen befreundeten Chören aus der näheren und weiteren Umgebung an, das am nächsten Tag fortgesetzt wurde. Eröffnet wurde der Sonntag mit einem Weckruf der Musikkapelle Weitental, dem sich eine Totenehrung auf dem Friedhof anschloss. Bis zum Abend verweilten die Gäste, und alle stimmten überein, dass das Sängerquartett ein wunderbares Fest veranstaltet hat.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die gesamte Bevölkerung von Mittershausen-Scheuerberg, ganz gleich ob Vereinsmitglied oder nicht, die Sänger tatkräftig unterstütz hat und auch die Unterkünfte für die Gäste aus Weitental unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat. Ohne diese Hilfe, für die wir an dieser Stelle nochmals ausdrücklich „Danke" sagen, hätte das Fest so nicht stattfinden können!


Zeitraum 2000 bis heute

Am 1. September 2000 wurde der Vorstand neu gewählt, und der bis dahin agierende Schriftführer Erich Leinen löste Karl Leitner als Vorsitzender ab. Der neue Vorsitzende machte es sich zum Vorsatz, die außerordentlich fruchtbare Arbeit seines Vorgängers fortzuführen und ein besonderes Augenmerk auf die Jugend zu richten. Seit 2002 hatte Martin Steffan, bis dahin "Reservedirigent", die musikalische Leitung inne, da unsere Dirigentin Claudia Nauth die Aufgabe aus familiären Gründen nicht mehr wahrnehmen konnte. Als Vizedirigent fungierte Michael Leitner. Zum Jahresende 2010 beendeste Martin Steffan zum großen Bedauern aller Beteiligter seine Ditigententätigkeit beim Sängerquartett. An seine Stelle trat im Frühjahr 2011 Alfred Müller.

Seit September 2016 war Volker Schneider, Chordirektor BDC, unser Chorleiter. Mit ihm konnten wir einen in jeder Hinsicht äußerst kompetenten und erfahrenen Chorleiter gewinnen, der die Sänger und Sängerinnen von der ersten Stunde an mit seiner professionellen und souveränen Arbeit begeisterte.

Bei den Wahlen in den Jahren 2004, 2007, 2011, 2014. 2017 und 2020 wurde Vorsitzender Erich Leinen in seinem Amt bestätigt. Die eigentlich in 2010 anstehende Wahl wurde von der Mitgliederversammlung um ein Jahr verschoben, da sich das Projekt "Umbau Sängerheim" mitten in der Ausführung befand, wie nachfolgend dargestellt.Ein absolutes Highlight war der Umbau und die Vergrößerung des Sängerheims. In mühevoller Eigenarbeit wurde ein schickes modernes Sängerheim geschaffen, das im Mai 2011 feierlich eingeweiht wurde.

Auch der 2. Mai 2012 erwis sich für das Sängerquartett als Meilenstein und Glücksfall zugleich: An diesem Tag kamen zwölf Frauen zu einer "Test-Singstunde" mit unserem Dirigenten zusammen. Alle fanden Gefallen an dem Projekt; und so etablierte sich der Frauenchor und ist zwischenzeitlich auf 20 Sängerinnen (jeden Alters) herangewachsen (Stand 2018)..

Im Jahr 2015 hat sich aus der "jungen" Generation eine eigene Gesangsformation gebildet. Die bestand anfangs aus fünf Mitgliedern und ist zwischenzeitlich auf 12 Aktauere angewachsen (Stand 2018). Die Formation gab sich den Namen "Die unbekannten Interpreten", was eine massive Untertreibung ist, sorgt die Gruppe doch bei ihren Auftritten immer wieder für Aufsehen und Furore. Am 4. November 2017 veranstalteten wir aus Anlass des fünfjährigen Bestehens des Frauenchors ein Chorkonzert, bei dem alle unsere Chorformationen mitwirkten: Männerchor, Frauenchor, Gemischter Chor, die Unbekannten Interpreten, ergänzt durch Soloauftritte unserer Sängerin Vanessa Kohl unter dem Label KOHLibrigesang. Das Konzert wurde zu einem grandiosen Erfolg.

Ein herausragendes Ereignis war eine Reise der "Schneider-Chöre" nach Tschechien mit einem unvergesslichen Konzert in der Kirche in Sedlec bei Karlsbad.

Seit März 2020 machte die Corona Pandemie wie dem gesamten Chorwesen so auch unserem Verein das Singen in Proben und Auftritten unmöglich und  legte uns eine lang andauernde Zwangspause ein - Ende ungewiss. Große Events mussten wir absagen, so ein Open Air Konzert im Hof der ehem. Mühle in Mittershausen, die Teilnahme an einem großen Konzert der Schneider-Chöre im Dom zu Speyer und ein Konzert zusammen mit der Sängerlust Lauten-Weschnitz, dem Sankt Petersburger Knabenchor und Franz Lambert in der kath. Kirche Fürth. Die "Zwangspause" nahm unser Dirigent Volker Schneider zum Anlass, seinen ohnehin geplanten Rückzug als Dirigent vorzuziehen. An seiner Stelle konnten wir einen sehr kompetenten Nachfolger finden: Thomas Wagner.

Wie in vorstehender Rückschau auf die Vereinsgeschichte dargestellt, haben sowohl die Vereinsvorstände als auch die Dirigenten ihre Aufgaben und Pflichten über viele Jahre hinweg wahrgenommen. Das ist ein weiterer Beleg für die Kontinuität und die Harmonie, die das Vereinsleben über Jahrzehnte hinweg geprägt und ausgezeichnet haben. 
Möge dem Sängerquartett eine erfolgreiche Zukunft beschieden sein!

Erich Leinen
Vorsitzender