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1985 ist es gewesen, als der damalige Vorsitzende Karl Leitner beim Magistrat der Stadt beantragte, den Kohlekeller der Alten Schule in ein Sängerheim umbauen zu dürfen. Und bald darauf wurde dieses Vorhaben auch in die Tat ungesetzt.
Doch während die Chöre im Umkreis unter starkem Mitgliederschwund leiden, stieg beim Sängerquartett des Doppelstadtteils die Zahl der aktiven Sänger immer weiter an. Von Nachwuchssorgen keine Spur. Das hatte allerdings zur Folge, dass das Sängerheim 2009 angesichts der zahlreichen Neuzugänge viel zu eng wurde. Logische Konsequenz: Der Raum musste erweitert werden.

Die Sänger um Vorsitzenden Erich Leinen hegten den verwegenen Plan, das Projekt ohne finanzielle Beteiligung der Stadt durchzuziehen. Immerhin unterstützten die Stadtverantwortlichen den Verein dann doch mit der Stellung des Baugesuches und der Kostenschätzung. Groß war die Freude, als die umtriebigen "Bauherren" beim Studium alter Pläne einen nicht genutzten Raum im Hang fanden, der sich geradezu aufdrängte, künftig als Vorratskeller zu dienen.

Und da nun sowieso schon umfassend renoviert wurde, wurde gleich noch die Heizung des kompletten Gebäudes saniert, wurden im Sängerheim die Wände neu verputzt, Boden und Wände neu gestaltet, Fensterelemente im Stile eines Wintergartens eingebaut und eine funktionale Küche mit Tresen installiert. Die Bauarbeiten wurden zu großen Teilen in Eigenarbeit ausgeführt. Möglich war dieses Großprojekt letztlich auch dank der Unterstützung der beteiligten Firmen, die den Sängern mit ihren Preisen sehr entgegen kamen. Und schließlich kamen auch von Sparkasse Starkenburg, der Stadt Heppenheim und dem Kreis Bergstraße doch noch Zuschüsse.

Umbau Saengerheim EinweihungIm Mai 2011 wurde das neue Heim feierlich eingeweiht und der Dorfbevölkerung vorgestellt.

Nun ist der Raum schon wieder zu klein, nachdem sich 2012 der Frauenchor gegründet hat und mit steigender Mitgliederzahl etabliert hat. "Alle zusammen" geht nur gerade so. Aber weil die Singstunden von Männerchor und Frauenchor zu getrennten Uhrzeiten (im ehem. Schulsaal im ersten Stock) stattfinden, kann das schöne Sängerheim von jedem ohne Raumnot ausgiebig genutzt werden. Und nachdem das Gasthaus Zur Linde zum Bedauern aller seine Pforten für immer geschlossen hat, stellte der Verein den - vorwiegend älteren - Herren das Sängerheim für den sonntäglichen Frühschoppen zur Verfügung, und alle genießen die wohlige Atmosphäre.